Projektinhalt

Sozialräumliche Ungleichheiten verschärfen sich nicht allein zwischen urbanen und ländlichen Räumen, sondern auch innerhalb von (Klein-)Städten und Dörfern. Städtische Quartiere werden abgehängt, Dörfer nehmen sehr unterschiedliche Entwicklungen. Das grundgesetzliche Postulat gleichwertiger Lebensverhältnisse steht in Frage. Anlässlich dieser Beobachtungen nimmt das Vorhaben gezielt die Alltagswirklichkeit von „Gleichwertigkeit“ in den Blick – an exemplarischen Orten im ländlichen Raum Südniedersachsens.  

Mit einer dezentralen Veranstaltungsreihe geht das SOFI „aufs Land“ – in die Schule, in Unternehmen oder Dorfgemeinschaftshäuser. Im Sinne „öffentlicher Wissenschaft“ in unterschiedlichen sozialräumlichen Kontexten werden öffentliche Dorfbegehungen organisiert und vor Ort sowie über einen Internet-Blog zum wissenschaftlichen Diskurs eingeladen. Im Projektverlauf kommen Bürger/innen zu Wort, deren Erfahrungsberichte zu örtlichen Infrastrukturen und Daseinsvorsorgeleistungen zentrale Untersuchungselemente darstellen.  

Als Ergebnis sollen Einschätzungen zum Erfolg der Umsetzung des Verfassungsziels gleichwertiger Lebensverhältnisse sowie neue Impulse in der wissenschaftlichen Debatte um räumliche Polarisierungen und Disparitäten entwickelt werden. Das Vorhaben geht aus dem laufenden, vom BMBF geförderten SOFI-Projekt „Das Soziale-Orte-Konzept. Neue Infrastrukturen für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ hervor und steht mit diesem Projekt in enger Abstimmung.

Artikel GT

SOFI-Projekt „Das Soziale-Orte-Konzept“