Projektinhalt

„HEDI – Schwangerenversorgung digital koordiniert“ ist ein Projekt der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen, das mittels digitaler Unterstützung per App eine Verbesserung der Versorgung von Schwangeren und Familien sowie der Arbeitsbedingungen von Hebammen in der Region Südniedersachsen erreichen möchte. Das SOFI ist als wissenschaftlicher Partner mit der Durchführung einer Evaluation an dem Projekt beteiligt.

Das Forschungsinteresse der Evaluierung konzentriert sich auf arbeitssoziologische Fragestellungen in Bezug auf die Hebammentätigkeit und auf Fragen der regionalen Daseinsvorsorge, öffentlicher Dienstleistungen und der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse. Werden regionale Versorgungsengpässe und Defizite im Bereich der Daseinsvorsorge wahrgenommen? Wie entwickelt sich im Zuge demografischer Veränderungen der Bedarf an Hebammen auf dem Land? Welche (besonderen) Herausforderungen stellen sich Hebammen in der Region bei der Ausübung ihrer Tätigkeit?

Die Evaluation erfolgt auf Basis der Einschätzungen der App-Nutzer/innen, die mittels Interviews erhoben werden. Die Kontrastierung der Versorgungssituation vor und nach Einführung der App erlaubt es, Rückschlüsse über die Auswirkungen des digitalen Angebots auf die Daseinsvorsorge in den untersuchten Landkreisen zu ziehen. Hinzu kommt die kontinuierliche Begleitung des Entwicklungsprozesses als ein Bestanteil der Evaluation, der die Art der Entwickler-Nutzer-Interaktion berücksichtigt. 

Die Untersuchung der beruflichen Situation der Hebammen und die ausführliche Lagebewertung des ländlichen Raums wird verstärkt durch die Verknüpfung mit dem BMBF-Projekt GenDis das etwa zeitgleich am SOFI durchgeführt wird und Hebammen als Erbringerinnen einer „gesellschaftlich notwendigen Dienstleistung“ einbezieht.

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