Interdisziplinäre Arbeitspakete

Die Projektlaufzeit umfasst drei Phasen der interdisziplinären Entwicklung der Forschungsinfrastruktur und it-basierter Methoden:

  1. Konzeption und Initialisierung (Monat 1 - 12)
  2. Entwicklung und Analyse (Monate 13 - 27)
  3. Finalisierung, Ergebnisformulierung und Verbreitung (Monat 28 - 36)

Interdisziplinarität im Alltag ist dabei in allen drei Phasen sowohl Voraussetzung für als auch Konsequenz der engen Verzahnung zwischen den Arbeitspaketen der drei Themenfelder. 

In der ersten Phase wurden im interdisziplinären Themenfeld die Anforderungen spezifiziert und Konzepte für eine geeignete Infrastruktur und neue IT-basierte Werkzeuge diskutiert und festgelegt. Dabei wird ein gemeinsames Verständnis von den konkreten Zielsetzungen erarbeitet, das sodann die Grundlage für erste prototypische Entwicklungen bildet. Voraussetzung dafür war, dass die arbeitssoziologischen Pilotprojekte geeignetes Material aus den Primärstudien identifiziert hatten, das als Anschauungs- und „Spielmaterial“ verwendet werden konnte. Zudem wurde geeignetes Kontextmaterial für die Arbeitspakete zur studienbezogenen und zeithistorischen Kontextualisierung ausgewählt. Dabei konnte auf die Vorarbeiten des Verbundes Re-SozIT zurückgegriffen werden.

Nun kann in Phase 2 im Rahmen der interdisziplinären Arbeitspakete, wie auch in den arbeitssoziologischen Pilotstudien, bereits mit diesen prototypisch realisierten Anwendungen experimentiert, zunächst in Form einer gemeinsamen Evaluation (im Rahmen von Workshops oder Online-Experimenten), um rasch eine gebündelte Rückmeldung geben zu können. Sobald der Prototyp einsatzfähig ist, wird er in den arbeitssoziologischen Pilotstudien verwendet. Die dabei gewonnenen Erfahrungen gehen in Form konkreter Verbesserungsvorschläge in die weitere IT-Entwicklung ein. Im diesem Rahmen werden bei den beteiligten SoziologInnen wie IT /InformationswissenschaftlerInnen in dem Kompetenz  und Beratungszentrum eingesetzt werden, um dies zu einem inspirierenden Anlaufpunkt für DatenhalterInnen und potentielle SekundäranalytikerInnen zu machen.

In der dritten Phase schließlich wird die Forschungsinfrastruktur und die entwickelten IT-Werkzeugen fertiggestellt und für den breiteren Zugang geöffnet, die arbeitssoziologischen Projekte stellen ihre Ergebnisse vor und die erarbeiteten Standards und Methoden werden in in öffentlich diskutiert und verbreitet. Das mittelfristige Ziel ist der nachhaltige Aufbau eines Kompetenz- und Beratungszentrums für die IT-basierte Sekundäranalyse arbeitssoziologischen Materials. Dieses Zentrum soll zum Kristallisationspunkt für neue Forschungsinitiativen, für neue Formen der (inner- wie interdisziplinären) Kooperation sowie für die Entwicklung von Forschungsinfrastruktur und IT-basierten qualitativen Methoden im Bereich der Arbeitssoziologie werden. Das Beratungszentrum bietet hierzu Workshops und Tagungen an. Außerdem wird ein Konzept zur Fortführung des Zentrums erarbeitet.